100 Jahre GWI – Treffen in Genf (Juli 19) : Bericht von Ann-Cathrine Saßmann, BSc

Graduate Women International – 100 years
33rd GWI General Assembly
25 – 28 July 2019
Geneva, Switzerland

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Zum 100-jährigen Bestandsjubiläum der Graduate Women International (GWI) fand von 25. bis 28. Juli 2019 die 33. triennale Generalversammlung unter dem Motto „Peace Through Education“ in Genf statt. Über 400 Frauen aus mehr als 50 Nationen nahmen an diesem 5-tägigen Kongress teil.

Nach der Eröffnung der Konferenz durch die amtierende GWI-Präsidentin Geeta Desai wurde im Zuge mehrerer Vorträge thematisch auf Frauen als Vorbilder, Frauenfeindlichkeit und Frauenrechte sowie auf die Geschichte der Geschlechterungleichheit eingegangen.

Am Abend versammelten sich die Mitglieder in der großen Halle des Uni Mail Campus der Universität Genf, um das 100-jährige Bestehen des GWI mit Musik und Kulinarik zu feiern.

Der zweite Tag (26. Juli) begann mit einer Diskussion über gemeinsame Entwicklungsziele in einer globalen Wirtschaft. Mein persönliches Highlight war der darauffolgende Young Members Workshop. Zusammen mit der Futuristin Aarathi Krishnan wurde über zukünftige globale Trends in Technologie, Jobs, soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit sowie menschliches Verhalten diskutiert. Das ZSI (Zentrum für soziale Innovation), mit seinem Sitz in Wien, übernahm die Gestaltung des Workshops, bei dem sich junge, motivierte Frauen austauschten und zusammen ein Motto kreierten, wofür das GWI Young Members Netzwerk steht: „GWI Young Members network stands for passionate, proactive, female change-makers who empower, inspire and mentor women through education to embrace diversity, inclusiveness, friendship, freedom and peace which leads to strategic actions and positive solutions.“ Ebenfalls wurde ein Komitee für die jungen Mitglieder des GWI gegründet, das sich in regelmäßigen Abständen absprechen wird.
Am Abend stand der Besuch der World Trade Organisation (WTO) am Programm, im Zuge dessen eine Podiumsdiskussion über die Signifikanz von Geschlechtergleichheit im Handel stattfand.
Es folgte sodann ein Empfang in den wunderschönen, geschichtsträchtigen Räumlichkeiten und Gärten der WTO.
Den Young Members bekamen Urkunden für die Teilnahme des Workshops verliehen, währenddessen ein Dinner offeriert wurde.

Am Samstag (27. Juli) referierte Zamaswazi Dlamini Mandela, Menschenrechtsaktivistin und Enkelin von Nelson Mandela, über die Geschichte ihrer Familie und über ihr Engagement für Bildung, Empowerment und Freiheit für alle.
Anschließend stand den Teilnehmerinnen eine große Auswahl von mehr als 68 Workshops, Papers und Seminaren zur Verfügung. Die vollständige Liste ist hier zu finden.
Samstag-Abend konnte man während einer mehrstündigen Fahrt auf dem Genfer See auf dem 100 Jahre alten Schiff „Simplon“ in geselliger Runde die Konferenz Revue passieren lassen.

Nachdem am Sonntag (28. Juli) die letzten Workshops und Präsentationen sowie die Begrüßung der neuen Vorsitzenden mit der Präsidentin Terry Oudraad stattfanden, reisten die meisten Teilnehmerinnen mit vielen Eindrücken nachmittags von Genf ab.

Im Laufe dieser Konferenz knüpften die Frauen aus verschiedenen Nationen Kontakte, man lernte ihre vielfältigen Lebensgeschichten kennen und konnte bereichernde Informationen aus den Vorträgen mitnehmen. Ebenfalls wurde die Möglichkeit geboten, sich während der Veranstaltungstage den Austragungsort der Konferenz, Genf, die „Stadt des Friedens“, näher anzusehen.

Für die Unterstützung zur Teilnahme an diesem eindrucksvollen, mehrtägigen Kongress möchte ich mich beim Verband der Akademikerinnen Österreichs sehr herzlich bedanken!

Ann-Cathrine Saßmann, BSc
Club der Tiroler Akademikerinnen
Innsbruck, September 2019